Wir sind gerne für Sie da

Sprechzeiten:
Mo. - Fr.: 8.00 - 20.00 Uhr
Sa.: 9.00 - 14.00 Uhr
Sprechzeiten Gynäkologie

Praxis: 089 / 56 90 60
Gynäkologie: 089 / 56 21 98
Dr. Mandel: 0170 / 86 07 44 4

Physikalische und rehabilitative Medizin – was verbirgt sich dahinter?

Rehabilitation = Wiedereinsetzung in den früheren Stand, Wiederherstellung, Wiedereingliederung.

Ziel der rehabilitativen Medizin (RM) ist die Erfassung und Therapie krankheitsbedingter körperlicher und seelischer Funktions- und Fähigkeitsstörungen.

Was versteht man darunter?

Erkrankungen führen nicht nur zu Veränderungen am Bewegungapparat, inneren Organen oder der Psyche sondern, als Folge davon, zu Störungen in deren Funktion bzw. von Fähigkeiten.

In der Rehabilitativen Medizin sieht man nicht so sehr auf die krankhaften Veränderungen, die einen Körper betreffen können (z.B. Abnutzungserscheinungen an den Gelenken oder der Wirbelsäule, Unfallschäden, Krebserkrankungen usw.), sondern auf die durch diese Veränderungen oder auch durch Funktionsstörungen innerer Organe hervorgerufenen körperlichen und seelischen Einschränkungen und deren Auswirkungen auf das alltägliche, berufliche und private Leben des Patienten.

Der Patient wird also in Zusammenhang mit seiner Umwelt, sozusagen „ganzheitlich“ gesehen. Hierzu gehört auch, dass man die dem Patienten eigenen Möglichkeiten zur Krankheitsbewältigung und auch evtl. vorhandenes gesundheitsschädigendes Verhalten erfasst. Da jeder auch selbst zu seiner Gesundheit beitragen kann, ist die Motivation des Patienten und seine Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung unerlässlich.

Die Rehabilitative Medizin gibt es für alle Bereiche der Medizin (Orthopädie, Rheumatologie, Innere Medizin etc), ein Schwerpunkt liegt jedoch auf den Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.

In der Anamnese werden Einschränkungen und Behinderungen im beruflichen und privaten Leben erfragt, z.B. ob man bestimmte Dinge, bedingt durch körperliche Behinderungen, verminderte Belastbarkeit oder Schmerzen, nicht mehr tun kann. Ebenso versucht man, sonstige belastende Faktoren, Ernährungsgewohnheiten, körperliche Bewegung, Hobbys, gesundheitsschädliches Verhalten, Stressfaktoren und psychische Probleme zu hinterfragen und ggf. auch eigene Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung aufzuzeigen.

Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der im orthopädischen Bereich, neben der Untersuchung der Wirbelsäule und der Gelenke und deren Funktionsfähigkeit v.a. auch nach Störungen des muskulären Gleichgewichtes und deren Ursachen gefahndet wird.

Anhand der Untersuchungsergebnisse wird ein Therapiekonzept erarbeitet. Es wird eine Vielfalt an therapeutischen Verfahren eingesetzt, wie z.B.:

  • die Methoden der physikalischen Therapie (Bewegungstherapie, Krankengymnastik, Kälte/Wärme/Wasseranwendungen, Elektrotherapie)
  • Schmerztherapie (z.B. Akupunktur, TENS – Anwendung, Strategien zur Schmerzbewältigung)
  • Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, autogenes Training, Atementspannung nach Feldenkrais)
  • Tabakentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Strategien zur Krankheitsbewältigung und Stressreduktion
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Visualisierungstechniken
  • Katathymes Bildererleben (Tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie, die mit Tagträumen arbeitet, Zu, Beispiel zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen)
  • Hypnose /Hypnotherapie
  • Mentale Schmerztherapie
  • Naturheilverfahren
  • Atementspannungstherapie nach Feldenkrais (Gezielte Bewusstmachung der Atmung und Aufspüren von Atemblockaden, hierdurch wird die Atemfunktion positiv beeinflusst Dorn-Therapie, Breuss Massage (beides aus dem Bereich der sanfte Manuellen Medizin, kombiniert mit spezieler Massage-Technik
  • Angewandte Kinesiologie

NEU: Kahi-Loa (Sanfte manuelle Technik aus Hawaii)
NEU: Mentaltherapie bei chronischen Rückenschmerzen und Krebserkrankung

  • erstellt am: 12.10.2010 zuletzt aktualisiert am: 01.06.2012
  • Autor: Dr. Hans-Joachim und Claudia Willerding